05|2026 Gestattungsvertrag ist unterschrieben
05|2026 Gestattungsvertrag ist unterschrieben
Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Windparkerweiterung ist gemacht: Am Freitag unterzeichneten Landrat Dr. Joachim Bläse als Vorsitzender der Hospitalwaldstiftung und Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Powolny einen Gestattungsvertrag, der die Pacht der benötigten Waldflächen für ein viertes Windrad regelt. Die Stadtwerke haben damit alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um mit der Umsetzung der Erweiterung des Bürgerwindpark Virngrund zu beginnen. Die hängt allerdings noch von den Ergebnissen der Ausschreibungen der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land ab. Denn beim derzeitigen Preisniveau für Einspeisevergütungen ist die Wirtschaftlichkeit des Projektes fraglich. "Wir haben die Baugenehmigung und jetzt den nächsten wichtigen Meilenstein erreicht. Nun müssen wir die Ausschreibungsergebnisse abwarten", sagte Powolny.
Vorzeigeprojekt für Lust am Wandel
Landrat Bläse und Kämmerer Karl Kurz als Vertreter der Hospitalwaldstiftung hatten eingangs das Stadtwerke-Projekt "Wärmewende" als wichtiges "Zukunftsthema" gelobt. "Die Hospitalwaldstiftung sieht sich als Partner der Stadt Ellwangen und der Stadtwerke", betonte Bläse. Die Erweiterung des Parks mit bisher drei Rädern um ein viertes trage man deshalb gerne mit. Im Rahmen der Landesgartenschau und deren Motto "Lust am Wandel" seit das vierte Windrad als Quelle nachhaltiger Energie vor Ort ein gutes Beispiel.
Auch Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher nannte das Projekt ein "sichtbares Zeichen", wie der Weg zur Klimaneutralität umgesetzt werden könne. Der Vortrag von Wettermann Sven Plöger auf der LGS habe unlängst klar gemacht: "Wir können so nicht weitermachen. Wir haben nur diese eine Welt."
Die technischen Rahmendaten
Volker Engelhardt, technischer Leiter und Prokurist der Stadtwerke, erläuterte die technischen Rahmendaten. Die drei bestehenden Windräder des Bürgerwindparks Virngrund haben jeweils eine Leistung von 3 MW. Das geplante vierte - Typ Enercon E-175 EP5 E2 - soll mit Nennleistung von 7 MW Potenzial dazukommen. Es hat eine Gesamthöhe von 262 Metern und eine 60 Meter höhrere Nabe als die bestehenden Räder. Allerdings wird es in tiefer liegendem Gelände errichtet. Dadurch werden alle vier Rotoren annähernd gleich hoch drehen.
Der so produzierte "grüne Strom" wird ins Energiewendekraftwerk auf dem ehemaligen Kasernenareal eingebracht, wo er künftig mittels Großwärmepumpen in Wärme umgewandelt werden soll. Mit dieser grünen Energie sollen die Innenstadt und das neue Wohngebiet "Jagsthöhe" mittels Nah- und Fernwärme-Leitungen versorgt werden. "Das vierte Windrad ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg, die Wärmeversorgung in Ellwangen klimaneutral zu machen."
Willi Gresser, technischer Vorstand der Energiegenossenschaft Virngrund, sicherte zu, dass man wie beim bisherigen Windpark auch für die Erweiterung eine 25,1-prozentige Beteiligung einbringen und dazu dann neue Genossenschaftsmitglieder werben wolle.



