01|2026 Wie sich der Stadtwerke-Stammsitz entwickelt
01|2026 Wie sich der Stadtwerke-Stammsitz entwickelt
Seit 1873 firmieren die Stadtwerke in der Ellwanger Bahnhofstraße – seit einigen Jahren verändert sich das Gelände zum Campus.
Mit dem Einzug in den Erweiterungsbau auf dem Gelände an der Ellwanger Bahnhofstraße 28 sind die Stadtwerke Ellwangen im Juni 2025 einen wichtigen Schritt in der Firmenentwicklung gegangen. Waren seit dem Aufkommen der Corona-Pandemie 2020 die Teams und Mitarbeiter doch bis dahin räumlich getrennt: Mit angemieteten Büros in der Bahnhofstraße 6 und der Badgasse 5 für die Landesgartenschau GmbH und mit Büros für Finanzbuchhaltung und Technisches Büro in der Bahnhofstraße 20. Letztere wurden nun an den Eigentümer rückübergeben und ein Nachmieter mit LGS-Bezug wird ab Januar dort einziehen. „Es ist sehr schön, nun wieder alle Kolleginnen und Kollegen am Stammsitz zusammen zu haben“, freut sich Geschäftsführer Stefan Powolny. „Wir brauchten mehr Platz, denn wir sind in den vergangenen Jahren mit neuen Aufgaben auch personell stark gewachsen, von rund 30 auf fast 50 Mitarbeiter.“
Gemietete Stellplätze und Lagerflächen fallen weg
Aktuell laufen noch letzte Sanierungsarbeiten im Altbau, die in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Beide Gebäudekomplexe sind verbunden, der Neubau zudem auch ans angrenzende Lager. Im östlichen Bereich des Grundstücks entsteht ein zweigeschossiges Parkdeck, das eine weitere räumliche Optimierung der Grundstücksfläche erlaubt. Aktuell nutzen die Stadtwerke noch die Möglichkeit einer Mietgarage und Freiflächen auf dem BAG-Areal. Aufgrund geplanter baulicher Entwicklung fallen diese Lagerflächen und Abstellplätze weg.
Künftig werden von der Gerhard-Hauptmann-Straße aus im oberen Deck Mitarbeiterparkplätze sein, der Hof im Erdgeschoss wird im unteren Deck für die Flotte der Geschäftsautos erweitert. Mit effizienter Bauweise entstehen dort auch E-Ladeplätze. „Wir können dadurch im Hof auch Lagerflächen künftig besser unterbringen“, sagt Powolny. Ein alter Flüssiggastank wird noch ausgebaut werden. Wärmeversorgt wird der Neubau CO2-neutral über einen Tiefbrunnen mit Wärmepumpe, der im hinteren Grundstücksbereich gesetzt wurden.
„Die Herausforderung ist, auf beengten Verhältnissen eine optimierte Nutzung mit Blick auf alle Bedarfe zu erzielen“, erläutern Stefanie Wetteskind-Fürst und Arne Wetteskind, die die komplette Entwicklung des SWE-Campus mit ihrem Architekturbüro planen und begleiten. Rund 4,8 Millionen Euro betragen die Kosten für diese Innenentwicklung. Moderne Gestaltung gepaart mit Kostenbewusstsein und einer gewissen Zeitlosigkeit seien der Anspruch an das Projekt. Denn die Stadtwerke Ellwangen rüsten sich für große Zukunftsaufgaben und wichtige Investitionen in die Ellwanger Infrastruktur. Dafür sieht sich das Unternehmen mit dem neuen Campus am Stammsitz und damit nah zur Bürgerschaft und der Kernstadt gut aufgestellt.


